Bewegung verstehen – den Menschen als Ganzes betrachten
Osteopathie ist eine manuelle Form der Untersuchung und Behandlung. Im Mittelpunkt stehen dabei die Beweglichkeit und das Zusammenspiel verschiedener Strukturen und Funktionen des Körpers.
Der menschliche Körper ist kein Zusammenschluss voneinander unabhängiger Einzelteile. Muskeln, Gelenke, Faszien, Organe und das Nervensystem stehen miteinander in Verbindung. Eine Veränderung in einem Bereich kann deshalb mit Veränderungen in anderen Bereichen einhergehen.
In der osteopathischen Untersuchung geht es darum, solche Zusammenhänge wahrzunehmen und die individuelle Situation eines Menschen möglichst umfassend zu verstehen.
Wie arbeitet ein Osteopath?
Am Anfang einer osteopathischen Behandlung steht ein ausführliches Gespräch. Dabei geht es nicht nur um die aktuellen Beschwerden, sondern auch um deren Entstehung, die bisherige Entwicklung und die individuelle Lebenssituation.
Anschließend folgt eine körperliche Untersuchung. Mit den Händen werden unter anderem Beweglichkeit, Spannungsverhältnisse und die Qualität von Bewegungen untersucht.
Dabei interessiert mich nicht nur die Stelle, an der ein Mensch Beschwerden wahrnimmt. Entscheidend ist vielmehr die Frage, welche Zusammenhänge innerhalb des Körpers bestehen könnten.
Die Behandlung erfolgt anschließend mit manuellen Techniken. Je nach Befund können dabei Gelenke, Muskeln, Faszien oder andere Gewebestrukturen behandelt werden.
Osteopathie bedeutet nicht, dass immer dort behandelt wird, wo es weh tut
Ein Beispiel: Jemand kommt mit Beschwerden im Bereich des unteren Rückens in die Praxis. Natürlich wird zunächst dieser Bereich untersucht. Gleichzeitig kann es sinnvoll sein, auch andere Regionen zu betrachten, die an Haltung und Bewegung beteiligt sind.
Wie bewegen sich die Hüftgelenke?
Wie verteilt sich die Belastung beim Stehen und Gehen?
Wie beweglich ist die Wirbelsäule?
Welche Spannungsverhältnisse lassen sich feststellen?
Aus diesen Beobachtungen entsteht ein individuelles Bild.
Das bedeutet nicht, dass jede Beschwerde eine entfernte Ursache haben muss. Vielmehr geht es darum, den Körper nicht vorschnell auf eine einzelne Struktur zu reduzieren.
Für welche Beschwerden wird Osteopathie genutzt?
Viele Menschen suchen eine osteopathische Praxis aufgrund von Beschwerden am Bewegungsapparat, beispielsweise bei Rücken-, Nacken- oder Gelenkbeschwerden.
Die wissenschaftliche Evidenz ist allerdings je nach Beschwerde und Fragestellung unterschiedlich. Für manche muskuloskelettalen Beschwerden gibt es Untersuchungen zur Wirksamkeit manueller beziehungsweise osteopathischer Verfahren; daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass Osteopathie jede Erkrankung behandeln oder heilen kann.
Deshalb ist mir eine klare Abgrenzung wichtig: Osteopathie versteht sich als ergänzende Behandlungsmöglichkeit und ersetzt bei medizinisch abklärungsbedürftigen Beschwerden keine ärztliche Diagnostik oder notwendige medizinische Behandlung.
Was passiert bei der ersten Behandlung?
Bei deinem ersten Termin nehme ich mir zunächst Zeit für ein ausführliches Gespräch.
Dabei können beispielsweise folgende Fragen eine Rolle spielen:
- Was führt dich in die Praxis?
- Seit wann bestehen die Beschwerden?
- Gab es einen Unfall, eine Operation oder eine andere besondere körperliche Belastung?
- Wie beeinflussen die Beschwerden dich im Alltag?
- Welche Untersuchungen oder Behandlungen wurden bereits durchgeführt?
Danach folgt die osteopathische Untersuchung.
Auf dieser Grundlage besprechen wir gemeinsam, welche Behandlung sinnvoll sein könnte und welche Ziele realistisch sind.
Wie fühlt sich eine osteopathische Behandlung an?
Osteopathische Behandlung kann je nach angewandter Technik sehr unterschiedlich wahrgenommen werden. Manche Techniken sind deutlich spürbar, andere erfolgen sehr sanft.
Dabei gibt es nicht die eine „richtige“ osteopathische Technik. Die Behandlung orientiert sich am jeweiligen Menschen, an den Untersuchungsergebnissen und an der Situation, in der sich der Körper gerade befindet.
Mir ist wichtig, dass du die Behandlung verstehst und dich dabei sicher fühlst. Fragen und Rückmeldungen sind deshalb ausdrücklich willkommen.
Osteopathie für Erwachsene und Kinder
Die osteopathische Arbeit mit Kindern unterscheidet sich in einigen Punkten von der Behandlung Erwachsener.
Babys und Kinder befinden sich in einer kontinuierlichen Entwicklung. Bewegung, Haltung und Körperspannung verändern sich mit dem Wachstum. Eine Untersuchung muss deshalb immer an das Alter und den Entwicklungsstand des Kindes angepasst werden.
In meiner Praxis in Hannover liegt neben der Behandlung von Erwachsenen ein besonderer Schwerpunkt auf der Kinderosteopathie.
Mehr Informationen findest du auf der Seite Kinderosteopathie in Hannover.
Was ist der Unterschied zwischen Osteopathie und Physiotherapie?
Osteopathie und Physiotherapie arbeiten beide unter anderem mit Bewegung, manuellen Techniken und der körperlichen Funktion. Dennoch unterscheiden sich Ausbildung, therapeutische Konzepte und die jeweilige Vorgehensweise.
In meiner Arbeit verbinde ich meine osteopathische Ausbildung mit meinem Hintergrund als Physiotherapeut. Dadurch kann ich unterschiedliche Perspektiven auf Bewegung und körperliche Beschwerden miteinander verbinden.
Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt immer von der individuellen Situation ab.
Osteopathie in Hannovers Nordstadt
Meine Praxis für Osteopathie und Kinderosteopathie befindet sich in der Kornstraße in Hannovers Nordstadt.
Wenn du Beschwerden hast oder dich fragst, ob eine osteopathische Behandlung für dich oder dein Kind infrage kommt, können wir die Situation zunächst gemeinsam besprechen.
Ich nehme mir Zeit für eine individuelle Untersuchung und Behandlung.
Hinweis
Osteopathie ist eine ergänzende Behandlungsmethode. Bei akuten, starken oder unklaren Beschwerden sowie bei Verdacht auf eine Erkrankung sollte zunächst eine entsprechende ärztliche Abklärung erfolgen.



